Zeit

ca. 90 Minuten

Material

Film „Aslama

Beschreibung

Diskriminierung und Rassismus haben immer etwas mit Macht zu tun. Denn die Person, die diskriminiert, macht eine Unterscheidung und vollzieht dadurch eine Abwertung der anderen Person. Sie nutzt Ihre Macht aus und fühlt sich mächtig. Das Modul  „Macht. Dynamik. Gruppe“ soll Teilnehmende in der Reflexion eigener Macht- und Ohnmachtspositionen stärken und bietet so eine erste Annäherung an die Thematik der strukturellen und persönlichen Machtausübung in der Gesellschaft.

Einen Einstieg bildet die Übung „Macht-/Ohnmachtsstatuen“, bei der zwei Personen ein Standbild entwickeln, in welchem eine Person eine Machtposition und die andere Person eine Ohnmachtsposition einnimmt. Das Plenum analysiert die Machtverhältnisse des Bildes. Die Person, die in dem Standbild die Position der Ohnmacht eingenommen hat, verlässt die Bühne, während die andere Person weiterhin in seiner Position verharrt. Eine dritte Person vervollständigt das Standbild nun, indem sie versucht, eine mächtigere Position als die verbliebene einzunehmen. Die Übung regt die Teilnehmenden dazu an, darüber nachzudenken, dass es manchmal einfacher und manchmal schwieriger ist, Macht einzunehmen und Macht auszuüben.

Anschließend schauen die Teilnehmenden den Film „Aslama“ an und achten dabei besonders auf Machtsituationen: Wann und wodurch entsteht Macht? Wie wird sie etabliert und ggf. wieder aufgelöst? Die Situationen im Film werden mit denen durch die Standbilder konstruierten Situationen verglichen.

„Schwarm“ ist eine Methode, um die Dynamiken in Gruppen nah- und erfahrbar zu machen und damit ein Verständnis für Konflikte zwischen Menschen zu erzielen. Die Gruppe soll sich zu einem Schwarm zusammentun, wobei die Abstände zwischen jeder Person der gleiche ist. Alle schauen in eine Richtung. Die vorderste Person gibt Bewegungen und die Richtung, in die sich der Schwarm im Raum bewegen soll, vor. Schließlich wird die Gruppe in zwei Schwärme geteilt. Ein Schwarm erhält die Aufgabe: „Der andere Schwarm möchte euch infiltrieren. Lasst das nicht zu!“ Der andere: „Ihr wollt euch dem anderen Schwarm anschließen. Dieser ist skeptisch, überzeugt ihn!“ Im Plenum wird anschließend darüber diskutiert, wie die einzelnen Teilnehmenden die Situation empfunden haben. Dabei sollen Bezüge zu eigenen erlebten Situationen hergestellt werden.

Die Resultate aus allen Übungen werden als Abschluss des Moduls zusammengetragen und miteinander in Verbindung gebracht. Außerdem wird der Zusammenhang zu gesellschaftlichen, realen Machtstrukturen hergestellt und besprochen.

Übungen und Methoden