Zeit

ca. 45 Minuten

Material
  • Arbeitsblatt „Wertewanderung“
  • Plakat
  • Flipchartmarker 
Ziel
  • eigene Wert- und Glaubensvorstellungen reflektieren
  • verschiedene Wertvorstellungen kennenlernen 
  • Gemeinsamkeiten in den Wertvorstellungen feststellen
  • das Bewusstsein dafür entwickeln, dass Werte unterschiedlich begründet werden

Aussortierte“ Werte sind nicht verloren, sondern werden reflektiert. Ihre Bedeutung wird durch die Kompromisse, die in der Gruppe notwendig werdenverändert. Bei dem Spiel sollte verständlich werden, dass sich die Bedeutung einzelner Werte vor dem Hintergrund unterschiedlicher Situationen verschieben kann.  

Die „eigenen“ Werte sollten aber immer im Bewusstsein bleiben.  

Ablauf
  1. Die Moderation kündigt an, dass es jetzt darum geht, sich über gemeinsame Werte auszutauschen. Dafür unternimmt die Gruppe eine gemeinsame fiktive Wanderung. Die Ausgangsfrage lautet: Was ist mir besonders wichtig in meinem Leben, um glücklich oder zufrieden zu sein? Welche Werte unterstützen mich dabei? 
  2. Die Teilnehmenden erhalten zunächst ein Arbeitsblatt mit 25 Werten (s. Anhang), die sie einzeln ausschneiden 
  3. Mit diesen Werten im Gepäck geht es nun auf die Wanderung.  

Die erste Station ist ein Berg. Der Anstieg wird anstrengend. Daher muss das Gepäck leichter werden: Von den Werten müssen 15 aussortiert werden – es bleiben also zehn übrig, die dann einen jeweils persönlichen „Wertekoffer“ darstellen. Alle Werte, die in diesem Koffer keinen Platz finden, werden von den Teilnehmenden einzeln umgedreht.  

Die Nacht bricht hereindie Zelte werden aufgebautIn jedes Zelt passen nur jeweils zwei Personen (Sitznachbar*innen), die sich nun auf zehn gemeinsame Werte einigen müssen. Die Teilnehmenden drehen alle Werte um, die nicht ins Zelt passen. 

In der Nacht kommt es zu einem Sturm und die lfte der Zelte wird nass. Die Gesamtgruppe muss sich auf die verbliebenen Zelte verteilen, sodass in jedem Zelt vier Personen (mit dann insgesamt 20 Werten) unterkommen ssen. Diese Kleingruppe einigt sich wiederum auf zehn gemeinsame Werte und dreht die Werte um, die nicht ins Zelt passen 

4Nun setzt die Gruppe ihre Wanderung fort. Der letzte Anstieg ist steil, die Gesamtgruppe hat kaum noch Kräfte– es müssen noch einige Werte aussortiert werdenDie Gruppe einigt sich auf zehn Werte, die dann auf einem Plakat notiert werden – heben Sie dieses Plakat auf, es wird später benötigt! Gemeinsam wird zum Schluss eine Rangfolge erarbeitet. In der abschließenden Diskussion kann jede*r Teilnehmende diese Schlussliste dann mit der eigenen Zehner-Werteliste vom Anfang („Wertekoffer“) vergleichen.  

5Auswertung: 

Im Anschluss sollte das Spiel noch im Plenum reflektiert werden: 

  • Wie ging es euch dabei, Werte auszusortieren?
  • Wie lassen sich diese Werte im Alltag umsetzen? 
  • Viele Menschen teilen ganz ähnliche Werte. Warum ist es oft so schwer, sie umzusetzen? 
  • Ist es wichtig, sich in einer Gesellschaft auf bestimmte Werte zu einigen? Warum?