Um die im Film aufgegriffenen Aspekte für Jugendliche greifbar zu machen, wird die Produktion durch Anregungen zum Filmgespräch für den Einsatz in der pädagogischen Praxis gerahmt.

Der Film »Aquarium«

14:12 Min. Film von 2020

Schauspieler*innen: Kiana Lysch, Detlev Neuhaus
Regie und Produktion: 
Knut Kuhles
Produktionsleitung: Elena Luca Denfeld
Aufnahmeleitung: Oscar Lieds
Aufnahmeleitung Assistenz: Nicolas Müller
Kontinuität: Helena Koeppen
Kamera: Aaron Klenke
Licht: Dominik Ziegenhagel
Ton: Jan B. Meister
Ton Assistenz: Erik Morten

© 2020 Knut Kuhles / JFF / BKM

Themen im Film:
  • Umgang mit etwas „Fremdem“/ „Unbekanntem“
  • Sicherheit
  • Neugier

Hinweis: Der Film wird langsam erzählt. Daher ist es empfehlenswert, dass sich Teilnehmende beim Ansehen Notizen zur Stimmung und zum Thema des Films machen.

Anregungen zum Filmgespräch:
Grundlegende Fragen:

Ziel: Grundverständnis für den Inhalt des Films und Übertragung auf eigene Erfahrungen

  • Worum geht es in dem Film?
  • Wie würdet ihr die Atmosphäre beschreiben?
  • Welche Stilmittel im Film (Musik, Einstellungsgrößen, Perspektiven) machen diese Atmosphäre deutlich?
  • Wie findet ihr es, dass der Film schwarz-weiß ist? Begründet eure Antwort.
  • Was empfinden die beiden Protagonist*innen?
  • Was gefällt euch an dem Film? Was würdet ihr kritisieren?

Hinweis: Sollten die Schüler*innen Schwierigkeiten haben, die Frage danach, worum es im Film geht, zu beantworten, dann empfiehlt es sich, mit ihnen zusammen die Videobotschaft der Filmemacher*innen anzusehen. Link: https://www.youtube.com/watch?v=c7qb0X8CAdU

Vertiefende Fragen:

Ziel: tiefere Auseinandersetzung mit den Themen des Films und Reflexion eigener  Erfahrungen und Verhaltensweisen

Thema: Umgang mit neuen Erfahrungen, Umgang mit „Fremdem“, Sicherheit/Gewohntes vs.   Neues/Verunsicherndes

  • Was denkt ihr, wie gestaltete sich das Leben der Protagonist*innen in dem Raum?
  • Wie verändert sich ihr Alltag?
  • Was malt die Protagonistin? Warum tut sie das?
  • Wie kann sich das Bild von etwas Fremdem verändern, wenn sich jemand damit auseinandersetzt und versucht, es zu verstehen? Habt ihr ein Beispiel dafür?
  • Wie gehen die beiden Protagonist*innen mit dem Aufkommen der fremden Geräusche um und was empfinden sie dabei?
  • Wann wart ihr zuletzt mit etwas Neuem, Unbekanntem konfrontiert? Wart ihr neugierig und interessiert oder kennt ihr auch Ängste in Bezug auf Unbekanntes, Neues?
  • Was hilft euch im Umgang mit solchen Ängsten? Haben sich diese Ängste/Sorgen im Nachhinein immer als begründet erwiesen?
  • Was ist für euch positiv daran, etwas Neuem zu begegnen?
  • Wird im Film deutlich, ob eine Person die bessere oder geeignetere Strategie gewählt hat? Warum (nicht)?

Was ist zu beachten?/Pädagogische Hinweise:

Der Film eignet sich besonders für Gruppen, die an filmwissenschaftlichen Themen und Filmanalysen interessiert sind (wie z. B. Filmkurse in der Oberstufe oder Filmgruppen im außerschulischen Bereich).

Anregungen über das Filmgespräch hinaus:

Über die grundlegenden Fragen hinaus lassen sich die im Film verwendeten Stilmittel analysieren. Auch kann der Film als Aufhänger für Gespräche zu den Themen Montage sowie Ton- und Bildgestaltung dienen.

Ergänzend zum Umgang mit Unbekanntem lässt sich das Thema auch auf die Erfahrung mit dem eigenen Gefühl, fremd zu sein, und den Umgang damit ausweiten.

Der folgende Text behandelt die Frage, wie man in der Schule mit Fremdheit umgehen kann, und liefert Hilfestellungen zu diesem Thema:

Willkommen in der Fremdheit – wie die Schule das Fremde aufheben kann – ufuq.de