• STARRING einklappen

    Marie Naja Haller
    Soma Pysall
    Aniol Kirberg, Ingraban von Stolzmann, Diego Klement
    Anja Karmanski
    Milton Welsh

  • CREDITS einklappen

    Written & Directed / Charlot van Heeswijk
    Co-Writer / Rojan Emrani
    Production / Amal Schütz
    1. AD / Tamara Denić
    2. AD / Sophie Werthen
    Production Assistant / Luisa Paul

    DOP / Adriana Berroterán
    1. AC / Felicitas Yang
    2. AC / Bastian G. Godoy
    Gaffer / Carolin Hauke
    Best Girl / Brenda Yong
    Key Grip / Jayden Bailey
    Set Design / Sonja Schreiber
    Assistant Set Design / Nicolas Dahms
    Costume Design / Sílvia Sousa
    Wardrobe / Kurosch Hornamand
    Hair and Make Up / Nadezhda Agriiants
    Production Driver / Cansu Demirbas
    Set Photography / Vanessa Marino, Moritz Gebler
    Editor / Charlot van Heeswijk
    Colourist / Sarah Salzmann
    Sound & Sound Design / Fabián Barba Hallal
    Caterer / Johanna Rolshausen

Setfotos

 
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Fotocredits
Schwarz-weiß Bilder: Vanessa Marino
Farbfotos:Moritz Gebler

Trailer

Storyboard Ausschnitte

 
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Das sagen die Filmemacher*innen

  • Was hat dich dazu bewogen, einen Film zu diesem Thema zu machen? einklappen

    Unsere Geschichte spielt im Berlin der Gegenwart und handelt von der Liebesbeziehung zwischen zwei jungen Frauen – Daja und Robin. Was als eine sorgenlose Partynacht beginnt, nimmt eine drastische Wendung, nachdem eine Gruppe halbstarker Jungs sie bis in eine S-Bahn Unterführung verfolgt. Zuerst sind es nur Worte, Pfiffe, Kussgeräusche, die ihnen hinterhergerufen werden, doch dann wird einer der Typen handgreiflich. Völlig überwältigt von der Situation kann sich Daja nicht zur Wehr setzen. In einer Kurzschlussreaktion rutscht Robin vor Wut dann die Faust aus – und sie kassiert prompt die Rechnung dafür. Plötzlich ist da eine Kluft zwischen den beiden.

    HYSTERIA erzählt eine queerfeministische Geschichte über Ohmacht und Wut, Frust und Solidarität und das, was uns am Ende bleibt.

    Damit möchten wir die Diskussion vorantreiben, wie mit sexueller Belästigung in der Öffentlichkeit “umgegangen” werden kann und verdeutlichen, dass es ein Teil der Lebensrealität von allen Frauen* ist – aber auch, wie sie sich dagegen wehren und sich selbst ermächtigen können.

    HYSTERIA basiert auf Erlebnissen aus meiner eigenen Erfahrung als queere Frau. Es geht darin um Situationen alltäglicher Belästigung, die ausnahmslos jede Frau* kennt und die uns alle etwas angehen.Mädchen bringt man bei, “harmlose” Belästigungen einfach zu ignorieren, nicht hinzuschauen, und weiterzugehen – bloß nicht wütend zu werden, das wäre ja eine Überreaktion und dann sind wir auch noch selbst daran Schuld. Es ist, als könnten wir nichts richtig machen und am Ende bleiben mit unserer Wut am Ende alleine zurück.

    HYSTERIA handelt von diesem Gefühl der Ohnmacht, aber auch davon, wie wir uns davon frei machen können und dass uns diese Erfahrungen nicht definieren müssen – Deshalb stehen im Zentrum der Geschichte zwei Frauen, die sich nach einer traumatischen Erfahrung solidarisieren, um am Ende gemeinsam daran zu wachsen.

  • Was waren für dich die größten Herausforderungen im Bereich Technik und Gestaltung? einklappen

    Die mit Abstand technisch Anspruchsvollste Szene des Films war die Belästigungs-Szene in der U-Bahn Unterführung. Diese haben wir sehr oft geprobt – zuerst einige Wochen im Voraus mit allen Darsteller*innen und der Kamerafrau, um die Choreographie zu erarbeiten und damit wir eine Auflösung für den Dreh erstellen konnten. Dann noch etliche Male mit allen beteiligten am Drehtag selbst. Für jeden Take mussten wir uns mit insgesamt 9 Leuten (5 Schauspieler*innen, Kamerafrau, 1. Kameraassistentin, Tonmeister, Regie) durch den Tunnel bewegen, um die eigene Achse drehen, auf das richtige Timing achten etc. ohne uns dabei gegenseitig im Weg zu stehen. Verkompliziert wurde das ganze durch die Corona-bedingten Auflagen der Verkehrsbetriebe: Unsere Schauspieler*innen durften nur während den knapp 3 Stunden Betriebsschluss die Masken abnehmen. Das klingt im ersten Moment viel, ist aber recht wenig Drehzeit für eine Konflikt-Szene mit vielen Beteiligten, Stunts, Kunstblut etc. – und das alles um 3 Uhr Nachts!

  • Wie viele Personen waren an der Produktion beteiligt und wie lang hat die Produktion (Planung, Dreh und Nachbearbeitung) gedauert? einklappen

    Insgesamt waren wir ein Team von 25 Personen, die an der Entstehung des Films
    beteiligt waren. Hinzu kommt ein Hauptcast von 7 Schauspieler*innen und 12 Kompars*innen.

    Von der ersten Konzeption, über die Einreichung bei Rise, die Finanzierung über eine Crowdfunding-Kampagne und die gesamte Vorproduktion bis zum Dreh hat es ca. 4 Monate gedauert. Gedreht haben wir insgesamt 4 Tage. Für die Postproduktion gingen dann noch Mal etwas mehr als 4 Monate ins Land, das hing aber in erster Linie mit den erschwerten Bedingungen durch Corona zusammen. Hochgerechnet habe ich ca. 2,5 Wochen geschnitten bevor unsere Coloristin und unser Sounddesigner dann noch einige Tage an dem Film gearbeitet haben.

  • Auf welche Schwierigkeiten bist du bei deinem Projekt gestoßen und welche Erfolge konntest du sammeln? einklappen

    Erfahrungsgemäß ist bist jetzt noch kein Projekt wie geplant verlaufen. Das war auch bei diesem nicht der Fall… trotzdem hat sich alles zum guten gewendet und ist vielleicht am Ende genau so passiert, wie es passieren sollte? Mit dem ersten Problem sahen wir uns zum Glück noch recht Früh konfrontiert: Mein ursprünglicher Kameramann Clemens Barth, mit dem ich das Projekt gemeinsam geplant hatte, musste leider aufgrund eines Jobs, der sich mit unserem Drehtermin überschnitt, absagen. Für uns bestand auch keine Möglichkeit mehr, den Dreh zu verschieben. Zum Glück konnte Adriana Berroterán als Kamerafrau einspringen – nicht nur das, sie war eine echte Bereicherung für das Projekt! Es war eine tolle Arbeitsatmosphäre am Set, mit so vielen talentierten Frauen in Schlüsselpositionen.
    Ähnlich froh war ich, als sich eine milde Katastrophe während des Drehs doch zum guten wendete: Eine unserer Locations machte uns mächtig Stress, nachdem wir bereits dort aufgebaut hatten und eigentlich drehfertig waren. Ein Filmteam bei sich drehen zu lassen bedeutet in der Realität oft doch mehr Action, als sich die meisten Leute vorstellen können… Leider kann so etwas immer zu einem Problemfaktor werden, wenn man no- oder low-Budget dreht und auf Gefallen von Freunden und Bekannten angewiesen ist. Die Entscheidung, unter solchen Umständen dort nicht zu drehen, war in jedem Fall die Richtige. Also packten wir kurzerhand zusammen und drehten die Szene spontan im Hausflur unseres Aufnahmeleiters. Weil der Flur viel größer war, mussten wir den Platz irgendwie „füllen“. Und so kam es dazu, dass in der Szene, in der Daja und Robin die Party verlassen, fast das ganze Team zu „Partygästen“ wurde.

    Dass trotz all den Hürden ein Schuh aus dem Film geworden ist, das würde ich durchaus als Erfolg bezeichnen. Auf einer persönlichen Ebene kann ich jetzt im Nachhinein trotzdem am meisten aus den Fehlern lernen, die mir erst mit etwas Abstand auffallen und für die ich als Regisseurin alleine verantwortlich gewesen bin. Das sind Dialoge, die ich jetzt umschreiben oder Regie-Entscheidungen, die ich jetzt anders treffen würde. Hier und da mehr Zeit für Detail-Shots einzuplanen – shots die wir aus Zeitmangel nicht gedreht haben und mir dann im Schnitt doch gefehlt haben… Über solche Einsichten bin ich im Nachhinein sehr glücklich, weil ich viel daraus lernen kann.

Videobotschaft

Pressekit