Brückennarrative und verbindende Ideologeme

Was haben Björn Höcke und Pierre Vogel gemeinsam? Die zunächst nahe liegende Antwort scheint zu sein: nichts. Sie vertreten nicht nur gegensätzliche Ideologien, Ziele und Gesellschaftsentwürfe, sondern konstruieren sich auch oft gegenseitig als unversöhnliche Feindbilder. Oder etwa nicht? Phänomenübergreifende Perspektiven der Extremismusforschung zeigen, dass salafistische und rechtsextreme Gruppen mehr gemeinsam haben, als ihnen lieb ist.

Forschungen zu islamistischen und rechtsextremen Bewegungen zeigen, dass extremistische Gruppen häufig ideologische Schnittpunkte aufweisen, die sich besonders in der Konstruktion ihrer Feindbilder bemerkbar machen, beispielsweise Agitationen gegen die Moderne, den Kosmopolitismus oder „das“ Judentum. Diese verbindenden Ideologeme extremistischer Gruppierungen werden als Brückennarrative bezeichnet. Demnach beziehen sich Extremismen auf ähnliche Argumentationsmuster, die in den jeweiligen Narrativen unterschiedlich angepasst sind, jedoch die ähnliche Funktion der Zuweisung radikaler Handlungsoptionen erfüllen und somit für Radikalisierungsprozesse besonders tragend sind (Meiering et al. 2018, S. 10).

Neben Antisemitismus, Globalisierungs- und Kosmopolitismuskritik haben sich der Antifeminismus und die Auseinandersetzung mit pluralistischen Geschlechtervorstellungen als zentrale Brückennarrative des völkischen Nationalismus, der christlichen und islamischen Fundamentalismen einschließlich des islamistischen Salafismus erwiesen (Jekta 2020; Meiering et al. 2018). Charakteristisch sind dabei die Wiederaufwertung der traditionellen Familie als Ort der Reproduktion von Heteronormativität, einer Normalisierung geschlechtlicher Hierarchien und der Ablehnung feministischer Errungenschaften sowie die Wiederbelebung eines „Männlichkeitskults“ (Weiß 2017, S. 237).

Der Männlichkeitskult zwischen wehrhaften und frommen Männlichkeiten

„Das große Problem ist, dass Deutschland, dass Europa ihre Männlichkeit verloren haben. Ich sage, wir müssen unsere Männlichkeit wiederentdecken. Denn nur, wenn wir unsere Männlichkeit wiederentdecken, werden wir mannhaft. Und nur, wenn wir mannhaft werden, werden wir wehrhaft. Und wir müssen wehrhaft werden, liebe Freunde!“ [1]

Abb. 2, Björn Höcke auf einer Parteiversammlung in Erfurt Quelle

Diese Worte sprach Björn Höcke, der Fraktionsvorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD) im Thüringer Landtag auf einer Parteiversammlung. Diese „Diagnose“ vom vermeintlich großen Problem Europas stellt eine beachtenswerte Offenbarung dessen dar, was die rechtsextreme Geschlechterideologie im Kern ausmacht: eine Ideologie, die ihrer Wählerschaft das Versprechen macht, eine „neue heroische Männlichkeit“ wiederzubeleben (Sauer 2017, S. 3).  Die Narrative wehrhafter Männlichkeiten handeln von einer völkisch-traditionellen Rollenvorstellung kriegerischer bzw. wehrhafter Männlichkeit und fürsorglicher Weiblichkeit.

Nach dieser „biologischen Differenzlogik“ (Mayer et al. 2018, S. 56) gelten Frauen und Männer als Träger*innen biologischer Zuschreibungen, für sie gilt damit eine Reihe „naturgegebener“ Charakter- und Rollendifferenzen. Dieser vermeintlich „naturbedingte“ Geschlechteressenzialismus normalisiert nicht nur geschlechtliche Ungleichheitsverhältnisse (vgl. Wilde & Meyer 2018, S. 18), sondern kann auch Männlichkeitsvorstellungen radikalisieren, wenn er gewalttätige Handlungsoptionen nahelegt (Meiering et al. 2018, S. 21).

Ein solcher Geschlechteressenzialismus liegt auch der salafistischen Geschlechterideologie zugrunde. Salafist*innen entwerfen eine Geschlechterordnung, die von vorgeblich gottgegebenen Unterschieden zwischen Frauen und Männern ausgeht und diese als Grundlage einer überkommenen Rollenzuweisung kultiviert, in der Frauen Merkmale wie Fürsorglichkeit, Mutterschaft und Kindererziehung zugewiesen werden. „Der ehrbarste Job der Frau ist zuhause zu sein, eine Mutter zu sein“[2], beantwortete beispielweise Pierre Vogel die Frage, ob Frauen arbeiten dürfen. Mit dieser Rollenzuweisung geht auch eine geschlechtsspezifische Trennung der öffentlichen und privaten Sphären einher, welche Frauen in das Private zurückdrängt und Männer als Leistungsträger im öffentlichen Raum (wieder-)aufwertet.

Während der politische Salafismus à la Pierre Vogel noch auf „mildere“ Männlichkeitsangebote und einen Appell an die (vermeintliche) Verantwortung „frommer“ Männer vor Gott und der Ummah setzt (Günther et al. 2016), nehmen Männlichkeitsbilder im dschihadistischen Salafismus einen radikaleren Charakter an. Dschihadistische Selbstdarstellungen inszenieren oft Bilder von gewalttätigen Kriegern, die mit Merkmalen wie Brutalität, Aggression, Mut und Unbesiegbarkeit verbunden werden:

„Der gewalttätige Kämpfer [wird] als unbesiegbarer, erbarmungsloser Vollstrecker des Islamischen Staates skizziert. Grausame Inszenierungen sollen den ungläubigen Feind (kuffār) abschrecken, z.B. durch brutale Hinrichtungsszenen auf Youtube […] Männlichkeit wird hier konstruiert als eine ungehemmte Kraft in einem archaischen Kampf.“

(Meiering et al. 2018, S. 19)

Abb. 4, Das Ideal eines hypermännlichen Heldentums spricht besonders junge Männer an, die nach geschlechtlichen Identitätsangeboten suchen Quelle

Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, Verbindungen von gewalt- und autoritätsorientierten Männlichkeitsbildern und extremistischen Ideologien als möglichen Faktor für Radikalisierungsprozesse stärker in den Blick zu nehmen.[3] Sowohl rechtsextreme als auch salafistische Ideologien verbreiten das Ideal eines hypermännlichen Heldentums. Diese Überhöhung von Männlichkeitsbildern und der damit einhergehende Männlichkeitskult sind für die Attraktivität extremistischer Narrative von zentraler Bedeutung. Sie bieten (jungen) Männern die Möglichkeit, autoritäre Männlichkeitsentwürfe auszuleben – wozu auch die Ausübung von Gewalt gehört.

Feindbild Feminismus

Abb. 4, Antifeministen stilisieren den Feminismus als männerfeindliches Projekt Quelle

Der oben beschriebene Männlichkeitskult geht fast zwangsläufig mit antifeministischen Diskursen einher. Schließlich waren es feministische Bewegungen, die sich über Jahrzehnte für die Institutionalisierung von Gleichstellungspolitiken, die Liberalisierung von Sexualpolitiken und die Verankerung feministischer Forschung in der Wissenschaft eingesetzt haben (Mayer et al. 2018, S. 47).

Feministische Politik wird insofern zum zentralen Feindbild autoritärer und reaktionärer Gesellschaftsentwürfe, als ihr die Flexibilisierung von Geschlechterverhältnissen (vgl. Lenz 2013) und der daraus resultierende Abbau einer absoluten Männerherrschaft zur Last gelegt werden. Dabei beschreiben antifeministische Narrative ein Bild vom Feminismus als „männerfeindliches Projekt – und Männer als kollektive Opfergruppe aus dem Ruder gelaufener Feminist*innen“ (Lang/Peters 2018, S. 21). Diese Rhetorik zielt darauf ab, das Feindbild des Feminismus als Gegenstand von antipluralistischen Agitationen wiederzubeleben und dabei neue Gegennarrative dessen zu schaffen, was diesen Feminismus angeblich ausmacht.[4]

  • Was ist Antifeminismus? einklappen

    Unter Antifeminismus werden soziale Bewegungen oder gesellschaftliche, politische, religiöse und akademische Strömungen verstanden, die sich organisiert gegen Feminismus wenden. Antifeminismus kann sowohl gegen Feminismus als kollektive Bewegung gerichtet sein als auch gegen einzelne feministische Errungenschaften, wobei Gleichstellungspolitiken, die Liberalisierung von Sexualpolitiken und Gender Mainstreaming zu den wesentlichen Kritikgegenständen von Antifeminist*innen zählen.[5]

  • Argumentationshilfen gegen Antifeminismus: einklappen
    1. Broschüre der Heinrich-Böll-Stiftung, Gunda-Werner-Institut (2017). „Gender raus! 12 Richtigstellungen zu Antifeminismus und Gender-Kritik“. Online verfügbar unter: https://www.gwi-boell.de/sites/default/files/gender_raus_epdf_2.pdf
    2. Broschüre der Friedrich-Ebert-Stiftung (2017). „Das Märchen von der Gender-Verschwörung. Argumente für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft“. Online verfügbar unter: http://library.fes.de/pdf-files/dialog/13544.pdf

Der Familialismus und der Mythos von erodierten Familien

Ein zentrales Merkmal der rechtsextremen geschlechts- und familienpolitischen Agenda ist der traditionelle Familialismus. Dabei handelt es sich um eine Politik der Wiederaufwertung von Mutterschaft, Vaterschaft und vor allem der weißen bürgerlichen Kernfamilie als Ort der Reproduktion von Heteronormativität und nationalistischen Werten (vgl. Wilde/Meyer 2018). So beklagte beispielsweise die AfD in ihrem Bundestagswahlprogramm die „dramatische Zunahme der Ehe- und Kinderlosigkeit und das Verschwinden normaler mittelgroßer Familien“ in Deutschland als einen „Trend zur Selbstabschaffung“.[6]

Abb. 5, Die Heteronormativität ist die Grundlage des ideologischen Familialismus Quelle

In diesem Narrativ entsteht ein Familienbild, das für die rechtsextreme familienpolitische Agenda besonders tragend ist und Familie als Symbol für den „Erhalt des eigenen Staatsvolks“ stilisiert (AfD 2017, S. 37). Auf diese Weise wird in rechtsextremen Diskursen das völkische Schreckgespenst des „Volkstodes“ zur Mobilisierung wiederbelebt. Grundlegend ist hierbei das Arrangement von familialistischer und völkisch-rassi(sti)scher Rhetorik des angeblichen „Verschwinden[s] normaler Familien“ (AfD 2017, S. 37) oder, wie es Björn Höcke bei einer seiner Reden in Dresden ausgedrückt hat, das Bild eines Volkes, das durch „den Geburtenrückgang sowie Masseneinwanderung erstmals in seiner Existenz tatsächlich elementar bedroht“ wird.[7]

  • Was ist Familialismus? einklappen
      Familialismus ist ein soziologischer Begriff, der die Familie als Leitform einer Sozialstruktur beschreibt. In familialistischen Gesellschaften gilt die Familie als Dreh- und Angelpunkt aller sozialen Organisationen. In Deutschland prägte die Soziologin Gisela Notz den Familialismusbegriff mit ihrer Kritik des „ideologisierten Familienverständnisses“ konservativer Politiken (Notz 2015). Die Anführung des traditionellen Familialismus im Zusammenhang mit rechtsextremer Familienpolitik geht auf den Soziologen Andreas Kemper zurück (vgl. Kemper 2014).
  • Mehr dazu: einklappen
    1. Laumann, V./Debus, K. (2018). „Frühsexualisierung“ und „Umerziehung“? Pädagogisches Handeln in Zeiten antifeministischer Organisierungen und Stimmungsmache. In: Lang, J./Peters, U. (Hrsg.), Antifeminismus in Bewegung (S. 275–301). Hamburg: Marta Press.
    2. Hechler, A./Stuve, O. (2015). Geschlechterreflektierte Pädagogik gegen Rechts. Opladen: Verlag Barbara Budrich. Online verfügbar unter: https://shop.budrich-academic.de/wp-content/uploads/2015/10/9783847408413.pdf

Dieser Identitätsdiskurs, der auf die Geschlechterverhältnisse übertragen wird und den familienpolitischen Kampf um die Deutungshoheit des eigenen Gesellschaftsmodells instrumentalisiert, findet sich auch in salafistischen Narrativen. Dabei ist die heteronormative Geschlechtervorstellung ein wesentlicher Bestandteil des salafistischen Gesellschaftsentwurfes:

„Ähnlich wie für die völkische Vorstellung einer ‚Volksgemeinschaft‘ formen Gender-Narrative das Innere der hier religiös definierten Gemeinschaft. Sie haben eine bedeutsame Rolle für die Rekrutierung von potenziellen Anhängern, entfaltet die Heroisierung männlicher und weiblicher Rollenangebote doch eine starke Attraktivität für Jugendliche.“

 (Meiering et al. 2018, S. 18)

So wird jegliche Aufweichung von heteronormativen Normierungen als Bedrohung für die idealisierte muslimische Gemeinschaft (Ummah) dargestellt, indem andere sexuelle und Geschlechteridentitäten als „Sünden, Verbrechen, Krankheiten“ stilisiert werden, die den „geistigen und physischen Tod der Gesellschaft und Zivilisation“ verursachen (Massad 2007, zitiert nach Ghandour 2019, S. 176).

Ali Ghandour beschreibt die Geschlechter- und Sexualitätspolitik nicht nur als Projektion eines konservativ-moralisierenden Gesellschaftsentwurfs, den Salafist*innen im Sinn haben, sondern auch als konstitutives Element des Abgrenzungsdiskurses dem Westen gegenüber und somit als Aufhänger eines umfassenden Kulturkampfes um kulturelle und politische Geltungsmacht:

„Manche Islamisten benutzen die Sexualität des ‚Anderen‘, um dann ein Bild von dem, was ‚normal‘ sein soll, genauer: vom Vorbildmuslim, zu konzipieren […] Statistiken über Scheidungsraten, über die Prostitution oder die Homosexuellen wurden und werden immer noch als apologetische Argumente für die eigene Position verwendet.“

 (Ghandour 2019, S. 176)

Auf diese Weise werden familien- und sexualpolitische Bedrohungsnarrative wie jene der „Erosion der Familie“, des drohenden „Volkstodes“ oder der moralischen „Dekadenz“ der Ummah für eine Politik der Angst instrumentalisiert, welche einer angeblichen „Elite“, „denen da oben“, oder „dem Westen“ den drohenden Untergang der eigenen imaginären Gemeinschaft zur Last legt.

Eine solche Zuspitzung kann besonders anziehend für junge Männer sein, die nach geschlechtlichen Identitätsangeboten suchen, weil sie ihnen die Botschaft vermittelt, Protagonisten einer historisch einmaligen Heldentat zu sein: Make Germany great again, „Wir holen uns unser Land zurück“ oder eben die vermeintlich gottgewollte heteronormative Ordnung wiederherzustellen bzw. zu erhalten.

veröffentlicht am 23.09.2020.

Literaturverzeichnis

Alternative für Deutschland (April 2017). Programm für Deutschland. Wahlprogramm der Alternative für Deutschland für die Wahl zum Deutschen Bundestag.

Ghandour, A. (2019). Liebe, Sex und Allah: Das unterdrückte erotische Erbe der Muslime. München: C.H. Beck.

Günther, C./Ourghi, M./Schröter, S./Wiedl, N. (2016). Dschihadistische Rechtfertigungsnarrative und ihre Angriffsflächen. In: Biene, J./Daase, C./Junk, J./Müller, H. (Hrsg.), Salafismus und Dschihadismus in Deutschland: Ursachen, Dynamiken, Handlungsempfehlungen (S. 159–198). Frankfurt a.M.: Campus Verlag.

Jekta, M. (2020). Gesellschaftskritik zwischen Legitimität und Demokratiefeindlichkeit – Handlungsempfehlungen für Pädagog*innen. Im Rahmen des Projektes RISE – jugendkulturelle Antworten auf islamistischen Extremismus. Online verfügbar: https://rise-jugendkultur.de/expertise/gesellschaftskritik/einleitung/

Kemper, A. (2014). Keimzelle der Nation – Teil 2. Friedrich-Ebert-Stiftung. Online verfügbar: https://library.fes.de/pdf-files/dialog/11163.pdf

Lang, J./Peters, U. (2018). Antifeminismus in Bewegung – Aktuelle Debatten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt. Hamburg: Marta Press.

Lenz, I. (2013). Geschlechterkonflikte um die Geschlechterordnung im Übergang zum neuen Antifeminismus. In: Appelt, E./Aulenbacher, B./Wetterer, A. (Hrsg.), Gesellschaft. Feministische Krisendiagnosen (S. 204–226). Münster: Westfälisches Dampfboot.

Mayer, S./Ajanovic, E./Sauer, B. (2018). Geschlecht als Natur und das Ende der Gleichheit. Rechte Angriffe auf Gender als Element autoritärer politischer Konzepte. Feminina Politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 27(1), 47–61.

Meiering, D./Dziri, A./Foroutan, N./Teune, S./Lehnert, E./Abou Taam, M. (2018). Brückennarrative – verbindende Elemente für die Radikalisierung von Gruppen. Frankfurt a.M.

Notz, G. (1996). Verlorene Gewissheiten? Individualisierung, soziale Prozesse und Familie. Bad Homburg: VAS.

Notz, G. (2015). Kritik des Familismus: Theorie und soziale Realität eines ideologischen Gemäldes. Stuttgart: Schmetterling.

Sauer, B. (2017). Gesellschaftstheoretische Überlegungen zum europäischen Rechtspopulismus. Zum Erklärungspotenzial der Kategorie Geschlecht. Politische Vierteljahresschrift, 58(1), 3–22.

Schmincke, I. (2018). „Frauenfeindlich, sexistisch, antifeministisch? Begriffe und Phänomene bis zum aktuellen Antigenderismus“, Aus Politik und Zeitgeschichte – (Anti-)Feminismus, 17, 28–33.

Volk, C. (2017, Februar 25). Rechtspopulismus: Diagnose mit zwei zentralen Fehlern. TAZ.

Weiß, V. (2017). Die autoritäre Revolte: Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes. Stuttgart: Klett-Cotta.

Wilde, G./Meyer, B. (2018). Angriff auf die Demokratie. Die Macht des Autoritären und die Gefährdung demokratischer Geschlechterverhältnisse. Eine Einleitung. Feminina Politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft, 27(1), 9–21.

Einzelnachweise

  1. Björn Höcke (18.11.2015) in Erfurt. https://www.youtube.com/watch?v=dg9B24Gd50E. Letzter Zugriff: 21.09.2020. Zurückspringen
  2. Pierre Vogel (20.02.2018). https://www.youtube.com/watch?v=YxUBffULyZE. Letzter Zugriff: 21.09.2020. Zurückspringen
  3. An dieser Stelle sind insbesondere rechtsextreme und salafistische Radikalisierungsprozesse gemeint. Inwieweit antifeministische Narrative mit anderen Erscheinungsformen ideologisierter Gewalt verflochten sind, ist bis jetzt in der deutschsprachigen Extremismusforschung kaum untersucht. So weisen Meiering et al. darauf hin, dass es beispielsweise noch keine Forschung zum Antifeminismus im Bereich der linken Militanz gibt (vgl. 2018, S. 22). Zurückspringen
  4. Für eine ausführliche Einordnung des Begriffs des Antifeminismus in seiner Abgrenzung zum Sexismus oder zur Misogynie und Frauenfeindlichkeit vgl. Schmincke (2018, S. 29–31). Zurückspringen
  5. Die Rhetorik einer „alarmierenden Erosion“ der Familie hat im Übrigen keine empirische Grundlage. Sämtliche soziologischen Arbeiten belegen, dass Familie eine der solidesten Gesellschaftsinstitutionen ist: Sie hat über Jahrhunderte fortbestanden und zeigte sich auch gegenüber verschiedenen politischen Systemen robust (Notz 1996). Zurückspringen
  6. Björn Höcke (17.01.2017) in Dresden. https://www.youtube.com/watch?v=7E_Mvgsk6PY. Letzter Zugriff: 17.08.2020. Zurückspringen